Giraffe streckt die Zunge raus und sagt: Ubange Safari im Test!

Wie man Giraffen zum Lachen bringt

Ubange Safari – Ein winzig kleiner Erfahrungsbericht

Ich konnte am Montag zum ersten Mal unsere Projektmanagement-Simulation Ubange Safari austesten. Testen ist der richtige Begriff, denn eigentlich ging es dabei vor allem darum, dass unser Trainer Marc Weissel die letzten Neuerungen des Programms verinnerlicht, bevor er das Planspiel am Freitag im großen Format beim Kunden durchführt. Wir hatten also keine echte Seminarsituation, sondern waren nur einige wenige Kollegen, die sämtliche Rollen auf einmal bzw. im Wechsel einnehmen mussten.

Mein erster Tag als Zoomanagerin

Für mich war es dennoch eine echte Premiere, und zwar in Hinsicht auf die Simulation, als auch Projektmanagement an sich. Das wurde relativ schnell deutlich, als ich bereits klare Anweisungen zum Starten der Simulation brauchte… Danach lief es dann mit der Handhabung etwas geschmeidiger, denn die Usability ist sehr intuitiv und einige bewährte Spielelemente ähneln denen von Fort Fantastic. Und damit kenne ich mich immerhin auch als BuGaSi-Newbie schon einigermaßen aus. Bei Ubange Safari leitet man allerdings keinen Vergnügungspark, sondern einen Zoo.

Man soll in er Simulation dem normalen Tagesgeschäft eines Zoomanagers gerecht werden, wobei man zum Beispiel die medizinische Versorgung der Tiere gewährleisten, oder Störungen aller Art beheben muss, um Bewohner und Besucher zufrieden zu stellen. Und ganz nebenbei soll man die Attraktivität des Zoos erhöhen, um sich Subventionen zu sichern. Und das geschieht in erster Linie durch Projekte, wie etwa neue Tiere anzuschaffen – für die man aber eventuell Gehege ausbauen muss. Es gibt einiges dabei zu beachten, denn so ein Projekt kann einen Rattenschwanz an Bedingungen hinter sich herziehen.

Eine Runde Selbstreflexion

Es gab dann tatsächlich eine Erleuchtung für mich. Und zwar wurde mir klar, dass mein systematisches und methodisches Arbeiten noch äußerst ausbaufähig ist. Denn ich war doch leicht enttäuscht von mir, feststellen zu müssen, wie außerordentlich unstrukturiert ich bei meinen Arbeitsabläufen vorgehe. Natürlich habe ich im Studium gelernt, wie man einen Projektplan erstellt und das auch in der Praxis schon angewendet. Ich empfand das aber meistens eher als zusätzliche Arbeit, statt Organistations- und Orientierungshilfe. Mich daran zu halten, fiel mir schon immer schwer. Bisher habe ich das gern auf das sprichwörtliche kreative Chaos geschoben, welches ich mir zugestanden habe… Damit lässt sich so einiges entschuldigen.

Damit macht man es sich allerdings nicht wirklich leicht. Prioritäten werden so eher nach dem aktuellen Bauchgefühl oder der Tagesform gesetzt. Ich fange häufig mehrere Baustellen an und schließe nicht immer alle ab. Lasse mich leicht ablenken und springe zwischen meinen Aufgaben. Natürlich mache ich mir Notizen und hege eine oft unübersichtliche Zettelwirtschaft. So geraten manche Dinge allerdings leicht in den Hintergrund und werden irgendwann womöglich als „nicht mehr relevant“ verworfen. Kurz gesagt: Mein Zeitmanagement lässt häufig zu wünschen übrig, sodass ich in Stress gerate und das Ergebnis leidet.

Back to the simulation

Als ich dann also das erste Projekt während der Ubange Safari-Simulation planen sollte -mein Giraffengehege sollte einen Futterturm mit Besucherplattform bekommen- stand ich erstmal ratlos vor dem Whiteboard. Wo sollte ich anfangen? Es war quasi ein Blackout. Zu lang ist das Studium her, zu lang das letzte ordentlich strukturierte Redaktionsprojekt. Hätte ich grad eine Prüfung abgelegt, wäre ich voll durchgerasselt. Netterweise wurde mir ohne großes Zögern der Stift aus der Hand genommen und die ersten Zeitstrahlen aufgemalt, sodass das Brett vor meinem Kopf verschwinden konnte, ohne dass ich mir allzu dumm vorkommen musste.

Obwohl ich wie gesagt eine solche Projektpläne vorher schon selbst erstellt habe, war es ein echtes Aha-Erlebnis, zu erkennen wie übersichtlich und schlüssig sich plötzlich alle notwendigen Schritte für ein erfolgreiches Projekt vor mit auftaten. Da wir nur eine kurze Testrunde spielten, konnte ich in der Simulation nicht erleben, welche Probleme im Verlauf eines Projekts alle auftreten können. In meinem Projekt war bloß ein Dienstleister nicht am gewünschten Termin verfügbar, den ich im Vorfeld ausgesucht hatte. So musste ich mich kurzfristig für einen anderen entscheiden, was aber kaum Auswirkung auf Kosten und Zeit hatte. Ich schloss das Projekt erfolgreich ab und machte meine Giraffen und Zoobesucher glücklich.

Fazit

Dafür, dass ich auf der Seite des Seminaranbieters stehe, der Projektmanagement-Planspiele anbietet, sollte es mir vermutlich peinlich sein, dass ich selber Projektmanagement so vernachlässige vernachlässigt habe. Jedoch war auch genau das eine spannende Erfahrung – Ein Perspektivwechsel. Die Teilnehmersicht einnehmen. Und als Teilnehmer des Seminars kann ich sagen, dass der Einstieg ins Thema Projektmanagement bzw. die Auffrischung dessen, durch diese Simulation, selbst in der Kurzvariante, wirklich anschaulich und unterhaltsam bewerkstelligt wird. Falls Fragen aufkommen, kann sie ein beliebiger Kollege ohne Probleme beantworten. Man merkt, dass sie sich alle seit Jahren mit dem Thema auseinandersetzen, da sie das Programm permanent optimieren und ihr Wissen gern weiter geben. Und bei mir gab es auf jeden Fall einen Lernerfolg.


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