Eine Prognose für die Weiterbildung 2018, garniert mit Wunderkerzen

Prognose für die Weiterbildung 2018

Das ganze Team von BuGaSi wünscht ein frohes neues Jahr!

2018 ist da und schon wird es spannend! Die Zeit der Besinnlichkeit ist kaum vorbei, da kündigen sich bereits neue Trends in der Lehre und der Weiterbildung an. BuGaSi fasst zusammen, worauf Sie sich 2018 einstellen können:

Prognose 1: Lebenslanges Lernen bleibt Leitspruch

Ein Dauerbrenner ist und bleibt das Lebenslange Lernen. Darauf haben sich mittlerweile nicht nur Angestellte und Führungskräfte eingestellt, von denen entsprechender Einsatz erwartet wird, sondern der Weiterbildungsmarkt hat sich entsprechend angepasst.

Beispielsweise nehmen viele Bildungsanbieter in diesem Jahr mehr Rücksicht auf individuelle Unterrichtszeiten. Termine für Präsenzveranstaltungen finden häufiger an Wochenenden oder in Teilzeitangeboten statt, während theoretische Inhalte oft digital vermittelt werden. So lassen sich berufsbegleitende Fortbildungen besser realisieren.

In ihrer eigenen Prognose für 2018 hebt die HWK Braunschweig-Lüneburg-StadeI hervor, dass im Handwerk, bedingt durch den Fachkräftemangel, die duale Berufsbildung ausgebaut werden müsse. Auch die Nachwuchssicherung dürfe nicht mehr zu kurz kommen. Das deutet auf die bundesweite Stimmung im Handwerk hin und lässt vermuten, dass es in der Branche dieses Jahr starke Veränderungen in der Weiterbildung  geben wird.

Prognose 2: E-Learning boomt weiter!

Der Schlüsseltrend „Digitalisierung“ hält natürlich in allen Lebensbereichen an. So auch weiterhin in der Bildung. Ganz oben auf dem Treppchen thront hier bereits seit 2012 mit einer Zustimmungsrate von rund 90% das Blended Learning. Bildungsexperten sehen in dieser Unterrichtsform weiterhin das meiste Potential für den Lernenden.

Die Plätze 2 und 3, die in den letzten Jahren von WBT (Web Based Training) und Webinar besetzt waren, wurden von Videos und Microlearning abgelöst. Die Akzeptanz unter Experten rutscht also wieder ein bisschen weg vom Social Learning, hin zum individuellen Selbstlernen. Das hat allerdings weniger mit den Qualitäten der Methode zu tun, als mit unserer verinnerlichten Lernkultur. Wir haben beobachtet, dass sich eine neue Lern- und Lehrkultur etabliert, was aber auch Zeit braucht.

So mussten wir in den letzten Jahren doch die Erfahrung machen, dass trotz aller technischer Möglichkeiten und theoretischer Vorteile, die Anwendungen noch stark in den gewohnten Bahnen genutzt werden. So zeigt eine Befragung aus dem letzten Jahr, dass Learning Managment Systems (LMS) von 89% der Anwender immer noch vorwiegend als Content-Plattform genutzt wird, obwohl die Interaktionsmöglichkeiten stark ausgebaut wurden. Social Learning ist also trotz des vielversprechenden Potentials noch nicht in unserem Alltag angekommen.

E-Learning Trends 2018

  1. Gamification
  2. Virtual Reality und Augmented Reality
  3. Cloud-Based Learning
  4. Microlearning
  5. Social Learning
  6. Video Learning
  7. Dialoge im E-Learning

Diese Vorhersage der eLearning Industry für dieses Jahr unterscheidet sich minimal von dieser Gewichtung, bringt aber noch einige nennenswerte Lernformen ins Rennen. Laut ihnen wird der Einfluss von Gamification weiter wachsen, was wir bei BuGaSi natürlich gerne bestärken! Auch Virtual Reality und Augmented Reality stehen auf der Rangliste weit oben. Unsere neulich geweckte Neugier an dem Thema scheint also befriedigt zu werden. Was für schöne Aussichten!

Cloud-Based Learning und Microlearning sind schon seit einiger Zeit auf dem Vormarsch und so wird es wohl auch noch ein Weilchen bleiben. Es heißt, die Menschen haben eine immer kürzere Aufmerksamkeitsspanne, was durch die Beliebtheit von kurzen Lerneinheiten bestärkt wird. Bei BuGaSi sind wir allerdings der Meinung, dass der Lernprozess nun einmal einer gewisse Aufmerksamkeit und auch Zeit bedarf, um langfristig Früchte zu tragen. Diesem Microlearning-Trend eifern wir deshalb nicht besonders nach, auch wenn Kurzsequenzen in Form von Gamification-Elementen sicherlich die Lernmotivation steigern können. Allerdings sollte Microlearning nur unterstützend und nicht zum Selbstzweck eingesetzt werden.

Video Learning darf in der Liste natürlich auch nicht fehlen. Schon auf der letzten Zukunft Personal bemerkten wir, wie das Interesse an interaktiven Lernvideos gewachsen ist. Und auch die Anbieter haben im Vergleich zum Vorjahr bereits darauf reagiert. Es ist nur allzu gut vorstellbar, dass dieser Trend anhält.

eLearning Industy gibt außerdem dem Social Learning eine weitere Chance. Sie setzten hier besonders auf das Zwiegespräch beim Lernen, also etwa in persönlichen Chats, Videotelefonaten oder anderen Dialogsituationen. Vielleicht lässt sich das Social Learning dadurch mehr in unserer gelebten Lernkultur verankern.

Prognose 3: Mobile Learning gewinnt an Bedeutung

Gut aufgepasst, Mobile Learning gehört natürlich auch in die Kategorie E-Learning. In diesem Jahr wird das Mobile Learning nach unserer Einschätzung aber eine Sonderstellung einnehmen. Mehr und mehr Menschen verzichten auf Laptop und PC. Stattdessen ist das Smart Phone zur zentralen technischen Ausstattung geworden.

Entsprechend werden sich Bildungsanbieter noch mehr darum bemühen, ihre Angebote anzupassen. Bereits jetzt sind Lern-Apps Vorreiter beim Fremdsprachen lernen. Doch weitere Lerninhalte, wie Betriebswirtschaft, IT-Wissen und Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten sind als Lern-App bereits stark gefragt.

Dadurch, dass Cloud-Based Learning auf dem Vormarsch ist, ergeben sich auch Vorteile für das Mobile Learning. Durch Cloudlösungen können beispielsweise Endgeräte mit geringer Speicherkapazität, wie Smart Phones und Tablets problemlos auf Inhalte zugreifen.

Der ganz weite Blick in die Zukunft

Manche Experten sehen den Berufsstand der Lehrer bis 2027 abgeschafft, da künstliche Intelligenz diesen Job übernehmen wird. Dieses Szenario scheint aber selbst für Technikbegeisterte etwas unrealistisch, denn AI kann dem menschlichen Lehrer noch lange nicht das Wasser reichen. Stattdessen sind AI-gestützte intelligent Tutoring Systems (ITS) vorstellbar, die die Lehre des menschlichen Dozenten unterstützen sollen.

Auch wenn die Prognosen ungenauer werden, je weiter wir jedoch versuchen in die Zukunft zu schauen, macht es Spaß. Ein bisschen Science Fiction hat schließlich noch nie geschadet. Auch das Frauenhofer Institut hat einen Blick auf die Bildung im Jahr 2026 gewagt. Und vor einigen Jahren wurde bereits vom Institute of Corporate of Education e.V. in Zusammenarbeit mit der F.A.Z. Executive School, der Bayer MaterialScience und dem Corporate Campus für Management & Strategie der DZ BANK Gruppe eine Studie für die  Bildung 2030 erstellt.

Wenn Sie nicht ganz so weit in die Ferne schweifen möchten, sondern die aktuellen Trends der digitalen Aus- und Weiterbildung interessieren, könnte der neue Podcast der imc AG etwas für Sie sein. Hier kommen regelmäßig interne und externe Experten zu dem Thema zu Wort.

Quellen:

https://www.fortbildung24.com/ratgeber/weiterbildungstrends-fuer-2018/
https://www.myq-messe.de/blog/karriere-und-jobtipps/digitalisierung-und-die-zukunft-der-weiterbildung/
http://www.time4you.de/digitalisierung-der-weiterbildung-von-trends-strohfeuern-und-potenzialen/


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