Der Ausbildungsstart ist aufregend, aber hat auch so seine Tücken.

Ausbildungsstart: Wie der Berufseinstieg gelingt

Bei Schulabgängern und Ausbildern werden langsam nervös: Bald steht der Ausbildungsstart an! Spannung auf beiden Seiten. In einer der letzten Ausgaben der Ruhr Wirtschaft – dem regionalen Wirtschaftsmagazin der IHK Dortmund, geht es passend zum anstehenden Start ins neue Ausbildungsjahr gleich in mehreren Artikeln um Azubis: Wie sie sich über Ausbildungsplätze informieren, was sie sich von der Ausbildung versprechen und was sie vom zukünftigen Arbeitgeber erwarten.

Als handle es sich um eine völlig neue Spezies, die mit den bisherigen Generationen nichts gemein hat, wird genau untersucht was die Generation Z (also alle ab 2000 Geborenen) bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz motiviert. Tatsächlich hat sich auch schon wieder einiges getan, seit wir uns so gerade mit den Wertvorstellungen der Generation Y (das sind die zwischen 1980 und 2000 Geborenen) anfreunden konnten.

Aber jetzt mal im Ernst: Bei einer bundesweiten Umfrage unter 5500 Azubis und Ausbildungsverantwortlichen kristallisierte sich heraus, dass die Vorstellungen der beiden befragten Gruppen etwas auseinanderdriften:

Was Azubis von ihrem Betrieb erwarten

Beispielsweise setzen die jungen Auszubildenden wieder mehr Wert auf die Ausbildungsvergütung, den Ablauf der Ausbildung und ihre beruflichen Chancen nach erfolgreichem Abschluss. Also ist es wieder attraktiv, seine finanzielle Existenz zu sichern und das auch gerne im Ausbildungsbetrieb. Gleichzeitig ist New Work auch für frische Schulabgänger kein Fremdwort mehr. Die junge Generation erwartet flache Hierarchien, flexibles Arbeiten und berufliche Erfüllung.

Die Ausbilder beschäftigen hingegen viel mehr die Anforderungen an die Azubis. Ihre schlimmste Befürchtung ist, dass die Neulinge den Ansprüchen und Aufgaben nicht gewachsen sind. Beide Erwartungshaltungen sind nachvollziehbar und gerechtfertigt.

Sie widersprechen sich auf den ersten Blick zum Glück auch nicht. Jedoch können unterschiedliche Ansprüche leicht zu Frustration und unerwünschtem Verhalten auf beiden Seiten führen. Im schlimmsten Fall führt das zum Ausbildungsabbruch. Mal abgesehen von den Fällen, wo Azubis merken, dass der gewählte Beruf wirklich nichts für sie ist, möchten natürlich alle Seiten diese Konsequenz vermeiden.

Worst Case: Frustration bis zum Ausbildungsabbruch

Der Spiegel berichtet noch im April, dass mittlerweile jeder vierte Auszubildende aus seinem Arbeitsvertrag aussteigt! Ein trauriger Rekord. Besonders betroffen sind Sicherheitsfachkräfte, Köche, Restaurantfachkräfte und Friseure – Berufe die mit hoher körperlicher Anstrengung und Stress verbunden sind. Nicht jeder ist dem gewachsen.

Doch neben hohen Anforderungen im Beruf, müssen Azubis oft mit weiteren Problemen kämpfen, wie Prüfungsangst oder Notendruck in der Berufsschule oder Mobbing im Betrieb. Aber auch Dinge, mit denen sie in der Schulzeit nie konfrontiert wurden, etwa Aufgaben erledigen zu müssen, die eigentlich nicht zur Ausbildung gehören, Überstunden leisten, oder finanzielle Schwierigkeiten, bereiten Azubis Sorgen.

Innerhalb des Ausbildungsbetriebs kann in solchen Krisenfällen oft schon der Betriebsrat eine Menge für den Azubi tun. Beispielsweise kümmert er sich darum, dass die Ausbildung den gesetzlichen Anforderungen entspricht, oder ist ein guter Ansprechpartner bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Ausbildungsverhältnis. Auch die Arbeitsagentur oder Gewerkschaften beraten Azubis, die Probleme in der Ausbildung haben.

Azubi-Seminar: Teamplayer für den Betrieb

Was Betriebe von ihren Azubis erwarten

Ein Ausbildungsverhältnis kann allerdings auch ins Wanken kommen, wenn der Ausbildungsbetrieb unzufrieden mit seinen Schützlingen ist. Die meisten Ausbilder wünschen sich oft zunächst mal Azubis mit Anstand und Verstand. Es ist fast schon erschreckend, wie viele Ausschreibungen unter den Anforderungen die Umgangsformen an oberste Stelle setzen.

Aber es liegt nahe, dass Kommunikationsfähigkeit, Auftreten und Sozialkompetenz bereits bei Azubis besonders wichtig sind: Die meisten Jobs werden heute in Projekten und Teams absolviert. Wem es an Soft Skills mangelt, der bereichert sein Team jedoch nicht, sondern bringt die Zusammenarbeit ins Stocken. Ein echter Frustfaktor für alle Kollegen. Vor allem, wenn es vorher gut lief, wird der oder die Neue schnell zum Sündenbock. Diese Situation kann sich leicht zuspitzen, wenn der Azubi und Ausbilder nicht offen miteinanderumgehen, sondern die Hierarchiehürde zu groß ist.

Auch die klassischen Eigenschaften wie Motivation, Aufmerksamkeit und Wissbegierde werden vom Ausbildungsbetrieb geschätzt. Außerdem wird darauf gezählt, dass Azubis auch mal unbeliebte, aber nötige Aufgaben erledigen, wie Botengänge, kopieren, Werkstatt aufräumen – und zwar ohne Murren. Das ist vollkommen legitim, sollte aber natürlich nicht das Hauptaufgabenfeld eines Lehrlings sein und auch nicht immerzu ein und denselben treffen.

Best Case: Geschmeidiger Berufseinstieg als Motivationsvorschuss

Mit einem gelungenen Ausbildungsstart weckt man die Euphorie bei den Auszubildenden und den Ausbildern. Lernbereitschaft steigt auf der einen Seite, Nachsichtigkeit auf der anderen. Eine gute Ausgangssituation also, um die Lehrjahre erfolgreich zu absolvieren.

Besonders der Berufseinstieg ist aber eine echte Hürde für viele Azubis. Ein gelungenes Onboarding im Betrieb ist ein erster guter Schritt, um sie im Betrieb willkommen zu heißen und ein gutes Gefühl als Grundlage zu bereiten. Teamevents sollten besonders zum Ausbildungsstart und zwar ruhig Abteilungsübergreifend stattfinden. So können sich die neuen Kollegen gleich von Anfang an beschnuppern und kennenlernen.

Die meisten Azubis kommen gerade erst aus der Schule und es mangelt an jeglichen Praxiserfahrungen. Um alltägliche Betriebsabläufe zu erleben, müssen sie jedoch nicht gleich ins kalte Wasser geschmissen werden. Stattdessen bietet BuGaSi nun auch kleinen und mittelständischen Betrieben die Möglichkeit Ihre Azubis in ein offenes Seminar zum Ausbildungsstart zu schicken.

Hierbei kommt die Management Simulation Fort Fantastic zum Einsatz, bei der die teilnehmenden Azubis in konkurrierenden Teams einen Freizeitpark leiten. In sicherer Umgebung können sie sich ausprobieren und erleben unmittelbar die Konsequenzen ihres Verhaltens für ihr Team und das Geschäft. Soft Skills, wie Selbstreflexion, Kommunikation und Teamfähigkeit werden explizit durch Erfahrungslernen und Feedbackgespräche trainiert.

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