Game-based Learning in Unternehmen birgt Innovationspotenzial

Game-based Learning in Unternehmen

Betriebliche Weiterbildung sollte Spaß machen

Game-based Learning ist mittlerweile in vielen deutschen Unternehmen, wie etwa Audi und REWE angekommen. Und zwar nicht nur, weil es Spaß macht, sondern weil es sich als Lernmethode bewährt hat. „Intrinsische Motivation ist beim Spiel immer gegeben“, sagt die Medienwissenschaftlerin Linda Breitlauch von der Uni Trier in einem Zeitungsartikel. Und dadurch, dass die Teilnehmer aus eigenem Antrieb mitmachen, bleiben die Lernergebnisse auch eher und länger hängen, als bei einer Zwangsmaßnahme.

Dennoch: Die größte Hürde spielerische Lernformate in den Betrieb zu integrieren sind meistens nicht die Mittel oder mangelnder Bedarf. Tatsächlich sind die Mitarbeiter*innen und Entscheider*innen im Vorfeld oft skeptisch. Schließlich geht es um die eigene hart erbrachte Arbeit. Das ist Ernst, kein Spaß! Aber schließt sich was wirklich aus? Seien Sie mal ehrlich: Es wäre doch absolut wünschenswert einer Arbeit nachzugehen, die Spaß macht. Und beim Lernen ist das genauso: Klar, Lernen ist anstrengend. Darum tut es gut, wenn der Lernprozess aufgelockert wird.

Der tägliche Umgang mit Technik ist zudem unaufhaltsam völlig selbstverständlich geworden. Doch in einer aktuellen Trendumfrage in Sachen E-Learning unter führenden Top-Entscheidern fallen Worte wie Serious Games oder Game-based Learning nicht einmal. Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass mit jeder Generation das Computerspielen mehr zur Selbstverständlichkeit wird, wie Gerhard Doujak in seinem wissenschaftlichen Aufsatz „Serious Games und Digital Game Based Learning. Spielebasierte E-Learning Trends der Zukunft“ ganz richtig beschreibt. Besonders junge Mitarbeiter, wie Azubis werden jeden Schritt in Richtung Game-based Learning also sicherlich zu schätzen wissen.

Wer Arbeit als Spiel begreift, weckt Kreativität

In einem aktuellen Beitrag des ZukunftsInstituts geht der Autor und EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji noch etwas tiefer und erklärt, dass wir als Kinder noch nichts von richtig oder falsch wussten. Wir lernten zunächst ausschließlich aus Neugier und dem Bedürfnis etwas zu Lernen heraus. Nur durch ständiges Scheitern und neues Ausprobieren, haben wir unfassbar schwierige Dinge, wie etwa die Muttersprache oder das Laufen gelernt. Maßregelungen erstickten die intrinsische Motivation dann recht schnell. Erzieher daheim und in der Schule brachten uns Gehorsam bei und bewerteten unser Verhalten. Die gravierendste neue Erkenntnis für den Lernprozess war wohl: Falsch machen war plötzlich nicht mehr richtig. Etwas falsch machen, war plötzlich schlecht. Schlussfolgerung: Nur wer etwas bereits fehlerfrei macht, macht es gut.

Das Mantra „Aus Fehlern lernen“ ist zwar jedem bekannt, gewinnt aber erst seit dem New Work-Ansatz wieder an Popularität. Und es wird höchste Zeit! Denn wer bereits alles fehlerfrei macht (oder zumindest überzeugt ist, er oder sie mache keine Fehler), lernt auch nicht mehr dazu. Erst wenn der Anfängergeist wieder erweckt wird, schaffen wir es über unsere Gewohnheiten, die sogenannten best practices hinaus zu kommen. Darum lohnt es sich den Spieltrieb wieder zu wecken. Mahlodji beschreibt den ursprünglichen Lernprozess als eine Innovationsschleife:

  • Probieren = ergebnisoffenes Herantasten
  • Hinfallen = Fortschrittsanalyse
  • Innehalten = reflektieren
  • Adaptieren = entscheiden, es das nächste Mal anders zu machen
  • Üben = so lange weitermachen, bis es geschafft ist

Wie spielt es sich besser: Digital, analog oder sowohl als auch?

In dem Buch Digitale Lernwelt – Serious Games: Einsatz in der beruflichen Weiterbildung“ erklären Maren Helm und Fabienne Theis, dass Unternehmen besonders auf digitale Serious Games setzen, weil selbstgesteuertes Lernen dabei gefördert wird. Die Mitarbeiter können selbst bestimmen wann, wo und wie intensiv sie das Angebot nutzen. Natürlich gehört dazu auch die Freiheit einfach mal nichts zu tun. Diese aktive und selbstbestimmte Art des Lernens nach eigenen Bedürfnissen, motiviert noch mehr als die eigentlichen Spielinhalte.

Künstliche Intelligenz hat den großen Vorteil Abläufe schneller zu berechnen und  darzustellen, als es analog möglich wäre, ohne dass Komplexität verloren ginge. Zudem sind digitale Spiele häufig  besonders für Einzelperson interessant, da hier Computergegner oder Quizze und Problemlösungsaufgaben zum Einsatz kommen können, die nicht unbedingt die zeitgleiche Teilnahme anderer Mitspieler voraussetzen. Jedoch ist beim spielen und experimentieren häufig gerade die zwischenmenschliche Interaktion spannend und gewinnbringend. Das funktioniert natürlich auch digital, jedoch gibt es dann entweder asynchrone Interaktion, oder die zeitliche Flexibilität fällt weg.

Hier bieten analoge Serious Games die Alternative. Wenn es auf gute Zusammenarbeit ankommt, geht nichts über die direkte Interaktion der Spielenden! Die freie Wahl des Lernortes und Lernzeitpunkts fällt so allerdings weg oder muss zumindest untereinander abgestimmt werden. Jedoch trainieren die Teilnehmer nicht nur Fachinhalte beim Spielen, sondern auch gezielt Teamfähigkeit und Soft Skills, wie etwa Selbstreflexion, Wertschätzung und Empathie. Indem analoge, als auch digitale Serious Games in Blended Learning Formate integriert werden, um Game-based Learning in Unternehmen einzuführen, können die Vorteile beider Methoden genutzt werden.

Diese Erkenntnisse in der Weiterbildung nutzen

Alle Game-based Learning Formate von BuGaSi beruhen ebenfalls auf der Annahme, dass sich im gemeinsamen ergebnisoffenen Spiel am besten neue Ideen und Strategien entwickeln lassen. Und zwar besser als im Alleingang und nach bereits bekannten Methoden. Gleichzeitig werden unsere Serious Games durch Software unterstützt, um die Folgen der Spielhandlungen sofort und korrekt zu veranschaulichen. Das heißt, es handelt sich um hybride Simulationen aus digitalen und haptischen Elementen, mit jeder menge Action und direkter Kommunikation.

Nehmen wir beispielweise die IT-Service Management Simulation Resort Paradiso. Bei diesem dynamischen Planspiel gibt es die Aufgabe ein heruntergewirtschaftetes Ferienressort wieder auf Vordermann zu bringen, noch dazu in Konkurrenz zu anderen Teams. Es gibt allerdings keine Vorgaben wer, wie, wann etwas zu tun hat. Es gibt eigentlich noch nicht mal richtige Regeln oder Theorie-Input, eher einige Bedienhinweise. Die Teams entwickeln ihre Strategien selbst. Der Computer dient nur als Ein- und Ausgabemaske und vergleicht die Teamergebnisse über den Beamer.

So richtig gefesselt werden die Teilnehmer dabei von einem realistischen Szenario, bei dem ständig kleine und große Zwischenfälle den simulierten Betriebsalltag ins Wanken bringen. Es gibt kaum Momente, in denen man sich entspannt zurück lehnen kann. Dauernd müssen Prioritäten gesetzt und Entscheidungen getroffen werden, das garantiert das Engagement. Oft fallen diese Entscheidungen aufgrund von Zeit-, Konkurrenzdruck oder aus anderen Gründen schlecht aus und die Teams fallen damit erstmal ordentlich auf die Nase. In den Feedbackrunden reflektieren die Teams gemeinsam mit einem Trainer, woran das Scheitern gelegen hat und optimieren so Schritt für Schritt die Prozesse. Schwierigkeitsgrade, Zielvorgaben und die eingesetzten Werkzeuge können dabei je nach Bedarf variierten.

Fazit: Unternehmensinternes spielen sollte Experimentierfreude wecken

Nichts kurbelt mehr die Lernbereitschaft und den Lernprozess an, als etwas selbst ausprobieren zu können. Spiele bieten dazu die optimale Grundlage, da wir auf sicherem Terrain schadensfrei experimentieren können.  Dazu haben wir im Beruf nur selten Gelegenheit, da jeder Mitarbeiter bevorzugt in dem Bereich eingesetzt wird, für den er bereits als Experte gilt.  Auf die Weise gehen Unternehmen ein geringes Risiko ein, das Tagespensum nicht zu erfüllen oder Anfängerfehler geschehen zu lassen.

Doch genau da liegt der Haken. Aus Fehlern lernen wir. Es entstehen neue Herangehensweisen. Wahrscheinlich macht die Fachkraft seit 30 Jahren ihre Arbeit gut, aber vielleicht hat der Azubi ja trotzdem eine zündende Idee, um den Ablauf mit einem kleinen Kniff zu verbessern. Wir kurbeln unser Denkvermögen an, wenn wir uns neuen Herausforderungen stellen, die nichts mit unseren Standartaufgaben zu tun haben. Auch das Verständnis für andere Verantwortungsbereiche wächst, wenn wir ab und zu einen Perspektivwechsel wagen. Innovationen können besser entstehen, wenn Menschen mit unterschiedlichem Know-How zusammentreffen und sie gemeinsam Ideen entwickeln. Entdecken Sie das Potenzial von Game-based Learning in Unternehmen und probieren es selbst aus! Am 15. November haben Sie Gelegenheit beim kostenlosen Probe-Training mit unserer Management Simulation Fort Fantastic mitzumachen. Für den Aktionscode, schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: info@bugasi.de

Mehr Infos und die Anmeldung zu der Veranstaltung gibt es hier:

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