Die Zusammenfassung der Blogparade zum Thema "Wie sieht ein gelungenes Seminar aus?"

Unsere 1. Blogparade ist beendet

Zusammenfassung der Ergebnisse

„Wie sieht ein gelungenes Seminar aus?“ riefen wir ins weltweite Netz hinaus. Und unser Ruf bzw. Aufruf an der Blogparade zu dem Thema teilzunehmen, blieb nicht ungehört. Gleich fünf Blogger und Bloggerinnen mit interessanten Ansichten und teils unterschiedlichen Perspektiven, beteiligten sich.

Eine weitere anonyme, jedoch unveröffentlichte Stellungnahme erreichte uns ebenfalls. Der Autor möchte zwar weiterhin anonym bleiben, jedoch darf ich bei meiner Zusammenfassung der Blogparaden-Beiträge auch seine Sichtweise einfließen lassen.

Die Beiträge reichten von Tipps zur Methodik und Ausgestaltung eines Seminars über die wünschenswertesten Eigenschaften von Lernenden und Lehrenden bis hin zu philosophischen Betrachtung der Bedeutung des Lernens und von Seminaren an sich. Gerade das Spektrum der Interpretationen des Themas begeistern mich und bieten spannende Einblicke.

Wir bedanken uns -lich bei allen Teilnehmenden dafür, dass sie uns ihre Meinung nicht vorenthalten haben! Mit Sicherheit bleibt das nur unsere erste, aber nicht unsere letzte Blogparade. Eine ausführlichere Version der gesammelten Erkenntnisse steht als eBook kostenlos für Sie zum Download bereit!

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Das perfekte Seminar

(eine Sammlung von Kriterien aus allen Beiträgen)

  • Thematische und organisatorische Vorbereitung

    Ein erster Schritt sicher und zuversichtlich in die Veranstaltung zu gehen, sowohl für Seminarleiter, als auch Teilnehmer.

  • Definierte Lernziele

    Thematisch sollte allen Beteiligten klar sein, was zu erwarten ist. Der Trainer hat die zielgruppenspezifischen Anforderungen im Blick.

  • Atmosphäre

    Man muss sich schon wohl fühlen, um Wissen zu vermitteln oder aufzunehmen. Dabei sollte soziale Interaktion und auch der Humor nicht zu kurz kommen!

  • Pausen und Verpflegung

    Sie fördern zum einen die Atmosphäre, können aber auch organisatorisch ausschlaggebend sein. An- und Abreisezeiten zu berücksichtigen ist beispielsweise so ein Faktor.

  • Methodenmix (unbedingt mit Praxisbezug!)

    Glücklicherweise rücken alle Autoren vom Frontalunterricht ab und plädieren auf offene, aktive und persönlich geprägte Formate. Man setzt auf einen lockeren, kommunikationsfördernden Einstieg.

  • Material-/Medienmix

    Um die Veranstaltung spannender zu gestalten, wird gern auf verschiedene Arbeitsutensilien zurückgegriffen. Der Kreativität keine Grenzen setzen!

  • Flexibilität

    Der Trainer sollte immer offen für Fragen und Ideen, aber auch unterschiedliche Lerntypen sein. Individuelle Unterstützung ist gefragt.

  • Nachhaltigkeit

    Fakten sollten auf dem aktuellen Stand und auch nach dem Seminar noch abrufbar sein. Erfahrungslernen und Wiederholungsübungen können helfen das Gelernte zu verinnerlichen.

  • Feedback

    Auch für den Trainer ist jedes Seminar ein Lernprozess. Im Gruppengespräch oder durch anonyme Feedbackbögen lässt sich der Erfolg des Seminars und die Verbesserungsmöglichkeiten ermitteln.

Unser Tipp

Um einen Wissensstand der Teilnehmer im Vorfeld zu ermitteln, oder sogar anzugleichen, bietet es sich an ein Blended Learning Konzept zu etablieren. So könnte man schon vor dem Seminar beispielsweise durch einen e-Learning Kurs gezielt auf den Inhalt des Seminars vorbereiten. Auch im Nachgang können auf diesem Wege vermittelte Seminarinhalte wiederholt werden. Es gibt einige Methoden die Teilnehmer dazu zu motivieren davon auch Gebrauch zu machen. Wir bieten auf diesem Gebiet gerne unverbindliche Beratung.

Die einzelnen eingegangenen Beiträge

(sortiert nach Zeitpunkt der Veröffentlichung)

von Denise Auerswald

Denise Auerswald besucht und bewertet auf ihrem Blog jährlich rund 60 Seminare. Sie gibt gleich zum Einstieg zu bedenken, dass die subjektive Wahrnehmung der Teilnehmer bestimmt, ob ein Seminar gelungen ist, oder nicht. Doch auch wenn es kein Rezept für das perfekte Seminar gibt, das jeden glücklich macht, seien einige Faktoren doch sehr förderlich für den Erfolg.

Zum einen liege es daran, ob der Referent seine Zuhörer emotional abholen und vom Thema begeistern kann. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt sei es auch nach dem Seminar weiter am Ball zu bleiben – also die Möglichkeit bekommt, das Gelernte regelmäßig zu wiederholen. Nicht zu unterschätzen sei auch das Thema Verpflegung. Man mag über diesen Punkt schmunzeln, doch gutes Essen in guter Atmosphäre trage deutlich zur Stimmung aller Beteiligten und somit auch zum Erfolg des Seminars bei.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://seminarchecker.de/wie-sieht-ein-gelungenes-seminar-aus/

von Andreas Schmied

Als Trainer und Coach weiß Andreas Schmidt aus erster Hand zu berichten, was Seminarteilnehmer am meisten begeistert. Er fragt sie nämlich gleich zu Beginn mit welchen Erwartungen – oder auch Befürchtungen – sie in das Seminar gehen. Zwar sei es überaus wichtig, sich als Lehrkraft gut auf seine Zielgruppe und das Thema vorzubereiten. Doch ebenso betont er flexibel zu sein und Veranstaltungen individuell an die (geäußerten) Bedürfnisse der Teilnehmenden anzupassen.

Er selber hält den Praxisbezug für besonders wichtig, bei dem die Teilnehmer auch selbst aktiv werden müssen. Deshalb setzt er methodisch vor allen Dingen auf praktische Übungen und Erfahrungsaustausch und zusätzlich auch Multimedialität. Sehr authentisch: Andreas Schmidt versteht jedes Seminar auch als Lehrgang für sich selbst.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
https://www.wunschschmiede.com/2017/04/07/gelungenes-seminar/

von Ania Dornheim

Texterin und Trainerin Ania Dornheim gibt in ihrem Beitrag einige Tipps wie man die Neugier von Seminarteilnehmern wecken kann. So soll es Wunder wirken, die Teilnehmer sofort in Gespräche zu verwickeln. Ob durch ein Zitat, eine kleine Geschichte oder einer Frage – ganz egal. Hauptsache, es gibt einen Eisbrecher und die Leute werden aktiv.

Ein häufiges Problem stellt der unterschiedliche Wissensstand der Teilnehmer dar. Sie löst dies gerne, indem Sie das bereits vorhandene Wissen der Teilnehmer nutzt und Unklarheiten unter einander erläutern lässt. Darüber hinaus plädiert die Autorin ebenfalls für den Austausch von Praxiserfahrungen.

Um Verunsicherung vorzubeugen und die Teilnehmer zum Mitmachen zu animieren, sollte der Trainer suggerieren, dass es in Diskussionen keine richtigen und falschen Antworten gibt. Individuelle Meinungen lassen sich sogar durch visuelle Elemente verdeutlichen, wie beispielsweise durch bunte Karten, die man bei Abstimmungen hochhält. Fakten sollten hingegen von vorn herein auch als solche dargestellt und nicht wie zu Schulzeiten abgefragt werden.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
https://www.textwende.de/blog/detail/so-aktivieren-sie-teilnehmer-im-seminar/

von breakpoint a.k.a. Anne Nühm

Eine anonyme Bloggerin, die sich passenderweise Anne Nühm nennt, hat bereits Seminare im Schulumfeld veranstaltet, aber auch schon an einigen teilgenommen. Aus beiden Perspektiven hält sie eine gute Vorbereitung und Planung ausschlaggebenden für ein gutes Seminar. Dazu gehören nicht nur pünktliche Einladungen mit definierten Lernzielen und Klärung der Räumlichkeiten, sondern auch die Frage der Verpflegung sollte geklärt sein. Kostenloser Kaffee für die Pausen ist für sie eine Selbstverständlichkeit.
Die Gruppe solle nicht unbedingt größer als 12 Personen groß sein und die Vorkenntnisse möglichst auf einem ähnlichen Stand sein. Der perfekte Trainer sollte aktuelles Kursmaterial bieten, über didaktisches Geschick verfügen und zielgruppengerecht auf die Teilnehmer und deren Fragen und Feedback eingehen können. Und zu einem gelungenen Seminar gehöre natürlich auch der interessierte, aktive Teilnehmer. Denn schon ein einzelner Störenfried kann die ganze Gruppe verunsichern oder gar den ganzen Kurs verderben.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
https://breakpt.wordpress.com/2017/04/19/ein-gelungenes-seminar-blogparade-1519/

von Mike Warmeling

Im Beitrag von Berater und Trainer Mike Warmeling gibt er zu, nicht von Anfang an ein überzeugender und mitreißender Trainer gewesen zu sein. Er sei erst einige Male mit Frontalunterricht und unendlich langen Powerpoint-Präsentationen auf die Nase gefallen. Erst nach und nach lernte er seine Seminarbesucher von einem Thema zu begeistern und Kurse individuell zu gestalten und ließ sich dabei von seinem Speaker-Vorbild Tobias Beck inspirieren.

Seine Methode: Individuelle Lerntypen ansprechen. Das gelingt ihm am besten, wenn er zu Beginn die Lernziele präsentiert. Soziale Anknüpfungspunkte schafft er durch Partnerarbeit oder Erfahrungsaustausch. Mit ein bisschen Bewegung oder Späßchen sorgt er dafür, dass auch der Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz kommt. Daten und Fakten sollten auch im Handout zu finden sein. Gemeinsam erarbeitete Ergebnisse sollten ebenfalls festgehalten werden, damit die Gruppe am Ende der Veranstaltung stolz auf ihre Leistung sein kann. Seine Seminare werden mit einem Mix aus Medien, Methoden und Materialien gewürzt.
Jedoch sei es nicht nur die Aufgabe eines Trainers Fachwissen zu vermitteln. Viel mehr noch, sollte er als Impulsgeber und Copilot agieren, der den Teilnehmern hilft sich selbst Wissen anzueignen, es zu vernetzen und weiterzuentwickeln.

Den ganzen Artikel gibt es hier:
http://blog.warmeling.consulting/2017/04/27/wie-sieht-ein-gelungene-seminar-aus/

Emotionaler Zwischenruf (von Anonym)

Der Autor dieses unveröffentlichten Beitrags hält die heute verfügbaren Methoden zwar ausreichend, um ein perfektes Seminar zu gestalten, findet aber dass sie vorwiegend falsch eingesetzt werden. Die Bildungspolitik unserer Gesellschaft lasse nicht zu, dass sich Lernende individuell nach Interessen und Talenten entwickelten und dafür geschult werden, diese wissenschaftlich fundiert zu vertiefen, sondern sie bekämen vor allen Dingen anerzogen, Wissen zu schlucken, um es bei Prüfungen wiedergeben zu können.

Das sei weder förderlich für die persönliche, berufliche, noch die gesellschaftliche Entwicklung. Denn ohne die Fähigkeit Fakten und Quellen zu prüfen oder Interessen und Talente individuell zu fördern, sei man auch empfänglicher für Fake News und Indoktrination. Mehr dazu im kostenlosen eBook.

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