Wir waren beim EduCamp 2018 in Hattingen

EduCamp 2018 in Hattingen

BuGaSi war beim EduCamp 2018 in Hattingen! Da Mareike und Marc beide schon einmal auf einem HochschulBarcamp in Freiburg waren, hatten wir auch schon gewisse Erwartungen. Völlig unvoreingenommen (bis auf unsere Erzählungen) war Benedikt, der zum ersten Mal mitkam.

Getwittert wurde dazu allerseits unter dem Hashtag #echat18

Im oblidatorischen BarCamp-Du:

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Geahntes

Das EduCamp hatte den Ablauf, den man sich schon online im Vorfeld anschauen konnte und den wir auch aus Freiburg bereits kannten: Die Begrüßung wurde auch gleich als Vorstellungsrunde genutzt. Dabei hatte jeder Gelegenheit sich mit Namen und drei Schlagworten vorzustellen. Ich – Mareike wählte beispielsweise „Reiselustig, bloggen und Game-based Learning“ und Benedikt stellte sich mit „Softwareentwickler, Neuling und digitale Planspiele“ vor. Zusätzlich gab es noch ein kleines Kennenlernspiel, bei dem sich alle ein bisschen näherkommen und die ersten Worte wechseln konnten.

Sehr lebendig wurde es durch die vielen enthusiastischen Erwachsenen und vor allem auch eine nie dagewesene Kinderschar. Die Veranstalter hatten schon im Vorfeld bekanntgegeben, dass so viele Kinder, wie nie zuvor angemeldet seien. So gab es auch einige Sessions, die ausschließlich oder teilweise für die Kurzen ausgerichtet waren, während einige sich nur an Erwachsene richteten – etwa die Implementierung einer Tablet-Klasse in der Schule: Nicht so spannend für Schüler, eher für Lehrer. Schwimmen oder eine eigene Taschenlampe bauen, waren hingegen der absolute Renner bei den Kindern.

Die Sessionplanung lief insgesamt ähnlich ab, wie wir es schon kannten. Sogar noch ein bisschen durchstrukturierter. Denn jeder konnte Themenvorschläge machen und gleich dazu ankreuzen ob es ein Workshop, Infoshop oder eine Diskussion geben soll. Auch ein bevorzugter Timeslot für den Stundenplan konnte an der Stelle schon angegeben werden. Sobald man sich einen Überblick, über die so entstandenen Angebote verschafft hatte, konnte man sich seinen persönlichen Konferenzplan zusammenstellen.

Ungeahntes

Nach unerwartet langer Bahn- und Busanfahrt (Baustellenalarm!) nach Hattingen, sammelte mich Benedikt mit dem Auto am Bahnhof ein. Denn das DGB Tagungszentrum liegt etwas außerhalb der Innenstadt. Da wir, mit Ausnahme von Marc, den Veranstaltungsort noch nicht kannten, waren wir erstmal überwältigt von der herrlichen Lage! Schlaglöchrige Straßen führen vorbei an Pferdeweiden und Wäldern bis zu dem weitläufigen, grünen Gelände. Ich persönlich hätte auch nicht mit einer so großen und leckeren Menüauswahl beim Abendessen gerechnet. Darum geht an dieser Stelle ein großes Lob und Dankeschön an die Verantwortlichen!

Ebenfalls unerwartet war für mich, dass so viele Sessions direkte Anwendungshilfen darstellten. Das kannte ich aus Freiburg so nicht. Dort wurde zwar auch viel zu mediendidaktischen Möglichkeiten diskutiert oder Anwendungsbeispiele vorgestellt. Aber praktische Tipps, die man sofort selbst umsetzen kann, gab es in dem Ausmaß nicht. So kam es, dass ich in 45 Minuten eine Plattform kennenlernte, mit der man lernt eigene Android-Apps zu programmieren. Ganz ohne Vorkenntnisse, (fast) unabhängig vom Alter. Ich machte bei einem Spiele-Entwicklungs-Workshop mit und wurde auf den neusten Stand vom Learning Management System (LMS) Moodle gebracht.

Die kleine Enttäuschung

Der einzige Dämpfer war, dass wir alle drei die Zielgruppe des EduCamps irgendwie etwas falsch angesiedelt haben. Vom HochschulBarCamp in Freiburg waren wir gewohnt, dass viele Hochschulmitglieder, wie Studierende, Dozenten oder angegliederte Bildungsinstitute, StartUps, Trainer und Unternehmen, die neue Lehrmethoden entwickeln, anwesend waren. Also sämtliche Akteure, die sich mit Bildung und Digitalisierung beschäftigen – jedoch vorwiegend aus dem Bereich Erwachsenenbildung.

Beim EduCamp in Hattingen kam der Großteil der Anwesenden eher aus dem Schulbildungsbereich. Natürlich ein spannendes Feld. Allerdings sahen wir für unsere Game-based Learning Formate hier wenig Anknüpfungspunkte. So entschieden wir uns spontan keine unserer vorbereiteten Themen überhaupt für die Sessions vorzuschlagen, bei denen wir ursprünglich Fort Fantastic und Ubange Safari, zwei unserer computergestützten Simulationen, vorstellen wollten. Stattdessen besuchten wir viel lieber die Sessions anderer Teilnehmer und konnten daraus einiges mitnehmen. Es war allerdings schon der Grund, warum wir insgesamt viel kürzer beim EduCamp dabeiwaren, als wir eigentlich vorhatten.

Unser Fazit

Es war sehr spannend von Lehrern und Lehrerinnen mal auf den aktuellen Stand der Schullehre gebracht zu werden. Besonders schön veranschaulicht wurde die Entwicklung von einem frischgebackenen Lehrer der Schule, an der ich selbst Abitur machte. Damals hatten wir dort noch nicht so moderne Gebäude, geschweige denn WLAN. (Aber immerhin die Solaranlage gab es schon!) Stattdessen hatten wir einen Computerraum im Keller, in dem wir zu zweit an einem Röhrenbildschirm saßen und mit… ich glaube es war die Programmiersprache Pascal einen Kreis programmieren mussten. Wobei so mancher Schüler mehr Ahnung als der Lehrer davon hatte. Heute offenbar mit mehreren Tablet-Klassen ausgestattet, mit Beamer in jedem Raum, statt Overheadprojektor in nur jedem dritten und dergleichen. Es tut sich was in den Schulen!

Für alle Lehrenden an Schulen sei das Format EduCamp wärmstens empfohlen! Hier finden sich auf jeden Fall Gleichgesinnte, die sich gemeinsam für digitale Bildung stark machen. Egal ob Kollegen, Schulleitung oder die Stadt überzeugt werden müssen, hier findet ihr sicherlich Menschen die damit Erfahrung und Tipps für euch auf Lager haben. Know How über Methoden und Tools wird hier geteilt und vermehrt sich. Ihr findet Hilfe bei vielen medienpädagogischen Fragen und könnt andere von eurem Wissen profitieren lassen.

Nächstes Mal werden wir von BuGaSi uns allerdings schon früher und ausgiebiger darüber schlau machen, ob Weiterbildung und Erwachsenenbildung überhaupt eine Plattform auf dem BarCamp haben. Darauf liegt nunmal unser Hautaugenmerk. Immerhin schon mal ein Lernprozess, der bei uns in Gang gesetzt wurde. 😉

Danke an das Organisations-Team für die gelungene Veranstaltung!


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