Social Media begegnet uns im Alltag und beim Lernen

Das E-Learning ABC – S wie Social Media

S wie Social Media

Fast jeder der im Internet unterwegs ist, nutzt auch soziale Medien in irgendeiner Form. Selbst wenn Sie nicht bei Instagram, Twitter oder Facebook angemeldet sind, haben Sie sicherlich schon mal ein Video auf Youtube oder Vimeo angeschaut.

Soziale Medien zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Nutzern ermöglichen sich online zu vernetzen, auszutauschen und mediale Inhalte mit einer Personengruppe oder der breiten Öffentlichkeit zu teilen. Letzteres ermöglicht es Ihnen auch von sozialen Medien zu profitieren, ohne sich zwangsläufig bei einem Dienst registrieren zu müssen.

Der große Unterschied zu klassischen Medien ist, dass alle Seiten potenziell als Nachrichtensender agieren können. Es gibt nicht nur eine Nachrichteneinbahnstraße, wie bei Büchern, Zeitungen, dem Fernsehen oder Radio. In diesen Fällen gab es vor dem Internetzeitalter nur die Möglichkeit zu rezipieren und höchstens per Anruf beim Verlag bzw. Sender oder mit einem Leserbrief zu reagieren. Und dieses Feedback bekam wiederum nur der Sender und selten das gesamte Publikum mit.

Wieso sollten Sie überhaupt Social Media beim Lernen einsetzen?

Nach diesem kleinen historischen Rückblick, dürften wir uns alle wieder daran erinnern, was für eine Innovation die sozialen Medien uns gebracht haben: Jeder kann heute ohne besonders hohe Hürden nehmen zu müssen, publizieren. Wir kennen mittlerweile die Gefahr, dass dadurch leicht Unwahrheiten und Fake News kursieren. Doch es bietet gleichzeitig eine riesige Freiheit unzensiert unsere Meinung, Wissen, Ideen und Beobachtungen mit dem Rest der Welt zu teilen, uns zu organisieren und voneinander zu lernen.

Noch vor Kurzem erschien ein Artikel in computerwelt.at der bestätigt: „Online- und selbstbestimmtes Lernen bedeutet nicht notwendig allein lernen. Die gemeinsame Schaffung von Lerninhalten sowie das Kategorisieren und Teilen von Content sind gut geeignet, einen Geist der Zusammenarbeit zu schaffen. Geschieht das unter Zuhilfenahme von Elementen aus Social Media, Smartphone-Apps und Spielen, erleben die Mitarbeiter die Faszination der Echtzeit-Zusammenarbeit.“

Ich fühle mich an meinen Artikel über Kollaboratives Lernen erinnert, der nicht unwesentlich mit Social Learning zu tun hat. Darin beschrieb ich bereits, wie sich vor allen Dingen bei anspruchsvollen Aufgaben, Gruppenarbeiten bewährt haben. Der Einsatz von Social Media kann also durchaus dabei helfen, auch in einer digitalen Lernumgebung gemeinsam in einem Team zu Lernergebnissen zu gelangen. Im Bereich der beruflichen Weiterbildung wird laut aktueller hrm-Studie den sozialen Medien mit 60% am allermeisten „Unterstützung von bedürfnisorientiertem, individuellem Lernen“ zugesprochen.

10 sinnvolle Social Media Tools für E-Learning

  1. Podcasts – Podcasts können ohne großen Aufwand aufgenommen und auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht werden. Sie sind ein fantastisches Medium für Lerner, die am liebsten Zuhören. Außerdem können Podcasts auf verschiedenenen Endgeräten problemlos wiedergegeben werden.
  2. Bloggen – Animieren sie Lernende zum bloggen: Es ist ein einfacher Weg eigene Arbeitsergebnisse, Fallstudien, Experimente, Stundeninhalte und vieles mehr in eigene Worte zu fassen. Das hilft nicht nur dem eigenen Gedächtnis, sondern kann auch den Kommilitonen weiterhelfen, wenn sie Kursinhalte in den Worten des Dozenten noch nicht verstanden haben. Über Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress, lassen sich Blogs auch von Einsteigern problemlos online stellen.
  3. Facebook – Ohnehin weitverbreitet, so dass die meisten Kursteilnehmer sich nicht erst anmelden und eingewöhnen müssen. Der Kursleiter kann über diesen Kanal sehr einfach Informationen, Artikel, Umfragen, Bilder, Videos und vieles mehr verbreiten. Die Lernenden können ebenfalls zum Ideenpool beitragen und frei darüber debattieren.
  4. Google Tools – Google bietet eine Bandbreite an kostenlosen Werkzeugen, durch die man in Echtzeit zusammenarbeiten kann. In Google Docs lassen sich sämtliche Dateien teilen. Teilnehmer können Texte zeitgleich bearbeiten. Über Google Hangouts können sogar Live-Webinars selbst gestaltet werden. Mit einer Powerpoint-Präsentation kann man beispielsweise leicht in ein Thema einsteigen. Mit Google Plus haben wir zudem eine Alternative zu Facebook, da die Funktionen sich in nichts nachstehen, auch wenn Design und Handhabung sich unterscheiden.
  5. YouTube – Damit wären wir auch schon bei der größten Videoplattform. Natürlich gibt es auch andere soziale Medien, um Videos bereitzustellen. Aber spätestens seit es die Verknüpfung mit Google gibt, lassen sich Hangouts On Air, also auch live-Inhalte öffentlich oder mit ausgewählten Personen erstellen. Die Live-Sessions werden aufgezeichnet, sind also wie andere Lernvideos auch später noch abrufbar. Videos können vor allem für Tutorials und kleine Lerneinheiten gut genutzt werden.
  6. Online Brainstorming – Durch Mind Maps und kreative Lösungsansätze kommen Gruppenarbeiten schnell in Schwung. Online lassen sich Ideen hervorragend sammeln, visualisieren und speichern. Haufe präsentiert eine Auswahl an kostenlosen Tools, die sich gut dafür eigenen. Im Notfall geht es natürlich auch mit Screen-Sharing über Skype.
  7. Xing – Das deutsche Pendant zu LinkedIn. Diese Karriereplattformen wurden anfangs hauptsächlich genutzt, um Geschäftsnetzwerke zu bilden. Mittlerweile finden sich hier allerlei Expertengruppen, in denen Sie sich einbringen und austauschen können. Auch eigene Gruppen lassen sich problemlos erstellen, so dass beispielsweise schwieriger Lernstoff hier vertieft werden kann.
  8. Twitter – Ich muss gestehen, Twitter wird von mir persönlich nur marginal genutzt. Doch Lerngruppen können sich auf diesem Wege schnell kontaktieren, und Events, Themen und Inhalte mit Hashtags versehen. Diese Art von Microblogging ist zudem eine persönliche Gedächtnisstütze für Fundstücke und Ideen. Die Community liefert direktes und ungeschöntes Feedback.
  9.  RSS Reader – Oft unterschätzt, aber zur Recherche von Fachthemen oder sich schnell entwickelnden Forschungsgebieten ganz schön praktisch. Lernende können sich um Zeit zu sparen, einen Pool an News-Seiten, Audio-/Video-Logs und Blogs zusammenzustellen. So verpassen sie keine Änderungen der entsprechenden Websites mehr, ohne sie regelmäßig besuchen zu müssen
  10. Wikis – Diese Websites kann der User nicht nur lesen, sondern auch mit gestalten, wie wir es vom bekanntesten Wiki, der Enzyklopädie Wikipedia kennen. Ziel ist es komplexe Themen, Erfahrungen und Wissen in verständlicher Form zu dokumentieren, so dass eine Art Glossar entsteht. Die gemeinschaftliche Kontrolle der Inhalte sorgt für deren Glaubwürdigkeit. Die Software MediaWiki, mit der Wikipedia erstellt wird, ist übrigens frei nutzbar.

Quellen

https://www.ispringsolutions.com/blog/10-social-media-tools-ideal-for-e-learning/

https://elearningindustry.com/the-role-of-social-media-in-elearning/

Studie zum Einsatz von Social Media in der Betrieblichen Weiterbildung:
http://www.hrm.de/fachartikel/e-learning-studie-zum-einsatz-von-social-media-in-der-betrieblichen-weiterbildung-14836


Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Blogparade. Dabei werden bis Dezember 2017 alle Buchstaben des Alphabets abgehandelt und so viele Begriffe wie möglich aus dem Bereich E-Learning erklärt. Jeder ist eingeladen mitzumachen!


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One thought on “Das E-Learning ABC – S wie Social Media

  1. Und täglich kommen neue tolle Ideen bei den Social Media Tools dazu… wir denken nur an Trello und Co. – danke für diese spannende Zusammenfassung.

    Herzliche Grüße
    Anja Röck

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